Komposition 2 + 2 = 1

Zwei Tänzerinnen treffen auf zwei Sänger. Sie wollen gemeinsam ein Gespräch führen, ohne tatsächlich Wörter zu verwenden. Als Sprache dient Bewegung und Gesang. Die Kommunikation und Aspekte des „Gesprächs“, wie z.B. sich verstehen, aneinander vorbeireden, einer Meinung sein, etc., dienen als Struktur um eine Choreographie oder Komposition von Gesang und Bewegung auf die Bühne zu bringen. Dabei werden u.a. Fragen beantwortet, wie: Kann man auch durch unterschiedliche Medien kommunizieren und sich sogar verstehen? Muss man sich verstehen? Muss oder kann das Publikum verstehen, was auf der Bühne gesprochen wird? Brauchen wir im Alltag eine „gemeinsame Sprache“ oder sollten wir nicht eine neue kreieren? 

Die zwei Tänzerinnen erarbeiteten unabhängig voneinander ein musikinterpretatorisches Solo. Sie wussten jedoch nicht wie jede von ihnen mit Musik und Bewegung umgehen wird und von welcher Bewegungssprache das jeweilige Solo geprägt ist. Sie wählten zuerst ein Musikstück und erarbeiteten dann die Bewegung. Gleichzeitig studierten die zwei  Sänger jeder eines dieser beiden Lieder ein, zerteilte es in kleine Motive, Intervalle, Phrasen etc. Dabei iwar es wichtig, dass nur die Melodie und nicht der Text gesungen wurde (durch Verwendung von Silben, Klängen, Non-Sense-Sprache,…).
Es entstanden folglich zwei Paare: Tänzerin1 und Sänger1 sowie Tänzerin2 und Sänger2. Beim Zusammentreffen der 4 Akteure entwickelt sich nun ein Dialog, in dem jede/r ihre/seine Rolle hatte und Tänzerinnen und Sänger gleichwertige Gesprächspartner sind. Gleichzeitig entsteht eine Komposition mit vier Stimmen, die auf der Bühne ihre Lebendigkeit findet.

Dauer: 10min.

Mitwirkende: 

Tanz & Choreographie: Leonie Humitsch und Silvia Salzmann
Gesang & Performance: Christian Surala und Benjamin Droop / Stefan Bleiberschnig und Thomas Dapoz

Produktionsjahr: 
2011